BNK-Beiträge:



Heftthema / Topic


Myokardszintigrafie bei Tako-Tsubo-Kardiomyopathie

Mayo-Klinik-Diagnosekriterien und Langzeitprognose der Tako-Tsubo-Kardiomyopathie

Patientenversorgung in der akuten Phase der Tako-Tsubo-Kardiomyopathie – und danach?

Koinzidenz von koronarer Herzkrankheit und Tako-Tsubo Kardiomypathie

Historische und gegenwärtige pathophysiologische Konzepte der Tako-Tsubo-Kardiomyopathie

Übersichtsarbeit: Komplikationen bei der Ergometrie

Kosteneffektivität des Einsatzes von Studienschwestern in der Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz Ein systematisches Review


Herz 35 (2010) Heft 4 / Number 4


Myokardszintigrafie bei Tako-Tsubo-Kardiomyopathie

Y.J. Akashi, M. Takano, F. Miyake

Zusammenfassung

Die Tako-Tsubo-Kardiomyopathie (TTC, Stress-Kardiomyopathie) betrifft Frauen deutlich häufiger als Männer. Ihre Symptome sind jenen des akuten Myokardinfarkts täuschend ähnlich. Zwar erscheinen bei TTC die Koronargefäße angiographisch unauffällig, doch zeigt die linke Herzkammer im Ventrikulogramm eine Form, die einem Tako-Tsubo gleicht; dies ist ein Gefäß, das in Japan zum Fangen von Tintenfischen verwendet wird. Die TTC gilt allgemein als möglicher Trigger für den plötzlichen Herztod. Der Pathomechanismus der TTC wird immer noch kontrovers diskutiert. Als wahrscheinliche Ursache gelten bislang kardiotoxische Effekte von Katecholaminen und/oder ein gestörter Koronarkreislauf infolge koronarer Mikrospasmen und/oder ein neurogenes myokardiales Stunning aufgrund eines autonomen Ungleichgewichts. In dieser Übersichtsarbeit beurteilen wir auf der Basis von Studienergebnissen und Fallberichten den Nutzen der Myokardszintigraphie bei Patienten mit TTC, um zu einem besseren Verständnis der pathophysiologischen Mechanismen bei TTC zu gelangen.

Korrespondenzadresse

Yoshihiro J. Akashi, MD, PhD, FESC
Division of Cardiology,
Department of Internal Medicine,
St. Marianna University School of Medicine
2–16–1 Sugao Miyamae-ku,
216-8511 Kawasaki
Japan
Johnny@marianna-u.ac.jp