| Herz 35 (2010) Heft 4 / Number 4 |
Koinzidenz von koronarer Herzkrankheit und Tako-Tsubo Kardiomypathie
D. Haghi, K. Hamm, F. Heggemann, T. Walter, T. Suselbeck, T. Papavassiliu, M. Borggrefe
I. Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Mannheim, Mannheim
Zusammenfassung
Die Tako-Tsubo Kardiomyopathie (TTC) betrifft vornehmlich ältere Menschen, bei denen naturgemäß eine hohe Prävalenz kardiovaskulärer Risikofaktoren vorliegt. Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass die koronare Herzerkrankung (KHK) und die TTC häufig gemeinsam vorkommen. In der Tat zeigen Studien, dass milde Formen der koronaren Herzerkrankung in 30 bis 60% der Fälle nachweisbar sind. Höhergradige Stenosen in mindestens einem Koronargefäß kommen in 10 bis 35% der Fälle vor. In einer kleinen Studie mit 10 Patienten konnte mit Hilfe des intravaskulären Ultraschalls sogar gezeigt werden, dass alle 10 Patienten der Studie mit TTC eine Atherosklerose der Kranzgefäße aufwiesen, obwohl 5 Patienten koronarangiographisch normale Kranzgefäße hatten. Deshalb ist festzuhalten, dass sich die TTC und die KHK nicht ausschließen und durchaus gemeinsam vorkommen können. In unklaren Fällen sollte, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme weiterer bildgebender Verfahren, individuell entschieden werden, um welche Entität es sich handelt.
Korrespondenzadresse
PD Dr. D. HaghiI. Medizinische Klinik,Universitätsklinikum Mannheim68167 Mannheimdariush.haghi@med.ma.uni-heidelberg.de