BNK Beiträge:



Heftthema / Topic


Kanalopathien: eine neue Gruppe von Erkrankungen als Ursache für den plötzlichen Herztod

Das Brugada-Syndrom: Fakten und Kontroversen

Kongenitales Long-QT-Syndrom

Kurzes QT-Syndrom

Katecholamingetriggerte polymorphe ventrikuläre Tachykardie

Idiopathische Ausflusstrakttachykardien. Aktuelle Perspektiven

Linksventrikuläre Ausflusstrakttachykardien inklusive ventrikulärer Tachykardien vom Aortensinus und epikardialer ventrikulärer Tachykardien

Idiopathisches Kammerflimmern

Entwicklung der Fontan-Prozedur als Behandlungskonzept für Kinder mit angeborenen komplexen Herzfehlern


Herz 32 (2007) Heft 3 / Number 3


Linksventrikuläre Ausflusstrakttachykardien inklusive ventrikulärer Tachykardien vom Aortensinus und epikardialer ventrikulärer Tachykardien

K.R. Julian Chun, Kazuhiro Satomi, Karl-Heinz Kuck, Feifan Ouyang, Matthias Antz1

1Department of Cardiology, Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg, Germany,

Zusammenfassung
Idiopathische ventrikuläre Ausflusstrakttachykardien (VTs) können sowohl im rechtsventrikulären (RVOT) als auch im linksventrikulären Ausflusstrakt (LVOT) entstehen. Das Elektrokardiogramm (EKG) einer RVOT-VT zeigt typischerweise einen monomorphen Linksschenkelblock mit einer inferioren Achse. Die Katheterablation ist als kurativer Ansatz mit einer sehr hohen Erfolgsrate gut etabliert. LVOT-VTs einschließlich VTs aus dem Bereich der Aortensinus oder mit epikardialem Ursprung stellen eher seltener diagnostizierte VT-Entitäten dar, die allerdings ebenfalls mittels Katheterablation erfolgreich behandelt werden können. Zur Unterscheidung zwischen VT-Ursprung im RVOT und LVOT können Zwölf-Kanal-EKG-Kriterien verwendet werden.
Arrhythmien aus dem LVOT können sicher und erfolgreich mit Katheterablation behandelt werden. Die Identifikation des VT-Ursprungs mittels EKG-Kriterien zur Differenzierung zwischen einem VT-Ursprung im LVOT und RVOT ist für die sorgfältige Planung der Katheterablationsstragie notwendig.